Gegen 12.21 Uhr am vergangenen Freitag, dem 29.05.2020, entdeckte ein Forstarbeiter im Bereich unterhalb des Kleinendrescheid eine Rauchentwicklung und Feuer auf einer abgeholzten Waldfläche. Das Feuer drohte sich in Richtung einer großen Fichtenschonung auszubreiten.

Zunächst alarmierte die Kreisleitstelle des Märkischen Kreises die Kräfte der hauptamtlichen Feuerwache und die ehrenamtlichen Einsatzkräfte des Löschzuges 3 (Rahmedetal, Rosmart, Drescheid) und der Schnelleinsatzgruppe. Aufgrund des Ausmaßes des Brandes und der drohenden Brandausbreitung, ließen die ersteintreffenden Einsatzkräfte der Löschgruppe Drescheid das Alarmstichwort umgehend erhöhen. Daraufhin wurden auch die ehrenamtlichen Einsatzkräfte des Löschzuges 1 (Freiheit, Mühlendorf, Knerling) zur Einsatzstelle entsandt. Die Kräfte des Löschzuges 2 (Dahle, Evingsen) besetzten die Feuerwache um den Grundschutz im Stadtgebiet sicherzustellen.

An der Einsatzstelle ergab sich folgendes Bild: Auf einer abgeholzten Fläche von mit Borkenkäfer belasteten Fichten brannten Waldboden und Abraum auf einer Fläche von ca. 9.000 Quadratmetern. Durch aufziehenden Wind drohte das Feuer in südliche und östliche Richtung in Fichtenschonungen zu laufen. In südlicher Richtung sprang das Feuer zunächst über einen Waldwirtschaftsweg über, konnte dort aber schnell von den eingesetzten Kräften aufgehalten werden. Der sandige und und äußerst trockenen Waldboden bot viel Angriffsmaterial für das Feuer. Daher musste der Boden aufwendig durchgraben und abgelöscht werden.

Einsatzkräfte gingen zur Brandbekämpfung mit Strahlrohren vor. Bild: Slatosch

Die große Rauchentwicklung und aufziehender Wind erschwerte die Löscharbeiten. Bild: Slatosch

Die Wasserversorgung an der Einsatzstelle wurde über Tanklöschfahrzeuge, Traktoren mit Güllefässern und über eine Schlauchleitung von einem unterhalb der Einsatzstelle liegenden Löschteich sicher gestellt. Insgesamt wurden vor Ort weit über 2.000 Meter Schlauchleitung verlegt.

Unterstützung erhielt die Feuerwehr Altena von Einsatzkräften aus Schalksmühle, Iserlohn und Nachrodt-Wiblingwerde. Auch die Werkfeuerwehr VDM Metals und das Deutsche Rote Kreuz Altena-Nachrodt-Wiblingwerde waren vor Ort. Hilfe aus der Luft gab es von der neugegründeten Drohneneinheit des Märkischen Kreises, stationiert in Nachrodt-Wiblingwerde. Die Kräfte dieser Sondereinheit fertigten Foto-, Video- und Wärmebildaufnahmen, mit deren Hilfe die Einsatzkräfte zielgenau eingesetzt werden konnten.

9.000 m² Waldboden waren vom Feuer betroffen. Bild: Drohneneinheit Märk. Kreis

Über Wärmebildaufnahmen konnten die Einsatzkräfte zielgenau eingesetzt werden. Bild: Drohneneinheit Märk. Kreis

Gegen 18.30 Uhr wurden die Einsatzkräfte vor Ort durch die Frauen und Männer des Löschzuges 2 abgelöst. Sie übernahmen die Brandwache an der Einsatzstelle. In der Nacht erfolgte erneut eine Ablösung: Die Löschgruppe Rahmedetal übernahm um 01.30 Uhr. Die Brandwache musste immer wieder aufflammende Glutnester löschen.

Kräfte des LZ 2 übernahmen die erste Schicht der Brandwache. Bild: Achterkamp

Immer wieder mussten Glutnester abgelöscht werden. Bild: Slatosch

Am Morgen des Samstags, 30.05.2020, alarmierte die Kreisleitstelle die Löschgruppen Drescheid und Rosmart erneut. Sie führten weitere Nachlöscharbeiten durch und bauten die Schlauchleitungen zurück. Gegen 11.20 Uhr wurde die Einsatzstelle an die Eigentümer übergeben. Dadurch war der Einsatz allerdings noch nicht ganz beendet:

Noch am Sonntag mussten gegen 15.30 Uhr die Kräfte der hauptamtlichen Feuerwache der freiwilligen Löschgruppe Drescheid ausrücken, um Glutnester abzulöschen. Dabei kamen noch einmal 7.000 Liter Wasser zu Einsatz.

7.000 Liter Wasser wurden noch am Sonntag auf die Brandstelle aufgebracht. Bild: Spelsberg

Noch am Sonntag wurden Nachlöscharbeiten durchgeführt. Bild: Spelsberg

UPDATE: Auch am Montag, dem 01.06.2020, mussten wieder Einsatzkräfte zur Waldbrandfläche ausrücken. Gegen 15.48 Uhr wurden der Löschzug 3 und die hauptamtliche Feuerwache erneut alarmiert. Vor Ort brannten Teile der Fläche erneut. Mehrere Strahlrohre und ein Wasserwerfer wurden vorgenommen, Wasser wurde im Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen und Güllefässern in den Wald gebracht. Der Einsatz, der mehr als 75 Stunden nach Entdeckung des Waldbrandes am Freitag begann, dauert ca. 3,5 Stunden.

Auch am Montag rückten wieder Einsatzkräfte zum Waldbrand aus. Bild: Slatosch

Mehrere Strahlrohre und ein Wasserwerfer wurden vorgenommen. Bild: Grass

Rückfragen bitte an:

Patrick Slatosch, Pressesprecher Feuerwehr Altena

 

Teile diesen Beitrag auf: