Der ABC-Zug (Einheit zur Abwehr von atomaren, biologischen und chemischen Gefahren) der Feuerwehr Altena trifft sich regelmäßig mehrmals im Jahr um die für die Besonderheiten des Einsatzes mit gefährlichen Stoffen und Gütern gerüstet zu sein.

Am vergangenen Dienstag, dem 24. September 2019, standen dabei im Gerätehaus Dahle die Kennzeichnung von Gefahrgut und das Umpumpen gefährlicher Flüssigkeiten auf dem Dienstplan. Unter Führung der Zugführer Franco Cali und Sebastian Buchen wurden zunächst in einem theoretischen Teil Einzelheiten der Kennzeichnung erläutert, bevor es zum praktischen Teil in der Fahrzeughalle überging.

Dort sollte, so die Übungslage, aus einem beschädigten Tank ein flüssiges Gefahrgut in ein Edelstahlfass umgepumpt werden. Dazu stehen auf dem Gerätewagen-Gefahrgut der Feuerwehr Altena mehrere Möglichkeiten zur Verfügung: Kleinere Stoffmengen können mit einer Handmembranpumpe, betrieben durch die Muskelkraft der Einsatzkräfte, größere Stoffmengen mit einer elektrisch angetriebenen Pumpe bewegt werden.

Zum Einsatz kommen außerdem Schläuche, die aus einem chemikalienbeständigen Material gefertigt sind. Wichtig ist beim Umpumpen der Flüssigkeit, dass zwischen den Behältern ein Potentialausgleich geschaffen wird. Geschieht dies nicht, könnte es durch elektrostatische Aufladung zu einem Funken kommen, der eine brennbare Chemikalie entzünden könnte.

Der gesamte Aufbau wurde durch Zugführer Franco Cali im Bild festgehalten. Auf dem Gerätewagen-Gefahrgut kann somit nun bei dem benutzten Material eine bebilderte Anleitung verlastet werden, um im Einsatzfall den Aufbau noch schneller durchführen zu können.

Rückfragen bitte an: Franco Cali, ABC-Zug

Bilder: Daniel Leiendecker, ABC-Zug

Gerätewagen-Gefahrgut (stationiert bei der LG Knerling) und Hilfeleistungslöschfahrzeug (LG Dahle)

Die ABC-Zugführer Sebastian Buchen und Franco Cali (v.l.)

Die Materialien für den Gefahrguteinsatz sind auf dem Gerätewagen verlastet.

Im Vordergrund: elektrische Umfüllpumpe, im Hintergrund: Handmembranpumpe

Mit grün-gelb markierten Leitungen werden die leitenden Teile der Förderstrecke verbunden.

Auch die Behälter für die Flüssigkeit werden in den Potentialausgleich mit eingebunden.

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